Der Begriff Toilette leitet sich vom französischen toile, toilette ab, dem Tuch bzw. kleinem Tuch, mit dem man sich für seine Notdurft von der Umgebung abschirmte.
Öffentliche Toiletten Anlagen gab es in Form von Latrinen bereits 2800 v. Chr. In Mesopotamien. Die Römer hatten ebenfalls ein ausgeklügeltes Toilettensystem. In ihren Latrinen erhoben sie sogar eine Urinsteuer, da der aus Urin gewonnene Amoniak zum Gerben der Stoffe benutzt wurde. Im Mittelalter jedoch ging das Wissen um Abwassersysteme wieder verloren. Die Notdurft wurde in engen Gassen verrichtet oder auf die Strasse gekippt. Erst im 17 und 18 Jh. wurden aufgrund unzureichender Hygienischer Verhältnisse und zunehmendem Gestank wieder öffentliche Toiletten errichtet.
Heutzutage werden öffentliche Toiletten wieder geschlossen, und der Gestank nimmt wieder zu. Vermehrt wird man gezwungen in die Büsche zu springen, unfreundliche Restaurantbesitzer tun noch ihr Übriges.
Das natürliche Bedürfnis wird ausgeklammert, Keiner fühlt sich dafür zuständig, will weder die Kosten tragen, noch die Reinigung übernehmen. Es wird davon ausgegangen, dass jeder Zuhause eine Toilette hat und somit keine öffentlichen Anlagen in Anspruch nehmen muss. In Zeiten zunehmender Mobilität wird es aber wieder notwendig die öffentliche Toilette aufzusuchen.
Gerade im Ruhrgebiet ist es normal zwischen Wohn- und Arbeitsstätte einen Weg zurückzulegen. Auf dem Weg wird noch das Nötigste erledigt, Einkaufen, Essen, Trinken, evtl. noch Freunde getroffen. Ist es da nicht komisch, dass gerade am Bahnhof in Essen unzählige Schnellbistros ihre Ware Feilbieten, die Erledigung der Notdurft aber zentralisiert wurde und mit 70c bezahlt werden muss.
Auch in Regionalzügen verzichtet man mittlerweile auf eine öffentliche Toilette. Zustände wie man sie sonst in fremden Ländern beschimpft. Ein oft gebrauchtes Argument des Wegfalls öffentlicher Toiletten ist der Missbrauch, Zunehmende Kriminalität, die zu mangelnder Sauberkeit führt. Vielleicht sollte man noch mal darüber nachdenken, wie eine öffentliche Toilette zeitgemäß gestaltet sein müsste. In Deutschland regeln die Bauordnungen der Länder den Bau von Toiletten. Weitere Vorschriften finden sich im Gaststättenrecht.
Eine Reaktion auf den Toiletten Schwund ist die NETTE TOILETTE, eine von Händlern oder Gastronomen zur kostenlosen öffentlichen Nutzung bereitgestellte Toilette, die von der örtlichen Stadtverwaltung mit einer Aufwandsentschädigung bezuschusst wird.
Stefanie Trojan schrieb am 31. August 2010, um 11.19 Uhr:
Am HBF trinke ich noch einen Kaffee. Dann möchte ich nach Essen Steele fahren. Habe mal wieder das Ticket vergessen und muss noch mal raus aus dem Bahnhof um eines zu kaufen. Wirklich ärgerlich, dass es weder im Shop Bereich noch auf den Gleisen einen Fahrkartenautomat gibt. Eine Frau hilft mir beim einsteigen. Ein Junge nicht älter als 9 beim aussteigen. Neugierig erkundigt er sich nach meinem Baby. Ich bin überrascht wie aufmerksam dieser kleine Junge ist.
Auf dem Weg zum Kaiser-Wilhelm-Platz passiert endlich was ich mir seit Tagen wünsche.
Ein Mann spricht mich an mit den Worten: „Ich habe sie schon neulich am Bahnhof gesehen. Jetzt muss ich sie doch mal fragen was das ist?“ Ich sage, dass ist eine öffentliche Toilette. Wir unterhalten uns ca. 30 Minuten. Er pflichtet mir bei, hält die Situation der öffentlichen Toiletten für ein Desaster, ärgert sich über die öffentlich Toilette am Kaiser-Wilhelm-Platz die 50cent koste aber trotzdem in schlechtem Zustand ist. Als ich mir diese Toilette später anschauen will, stelle ich fest, dass sie nicht mehr in Betrieb ist.
Der Mann freut sich, meint er habe sich gleich gedacht, dass ich mit meinem Baby nicht einfach so mit einer Toilette unterwegs sei. Er findet meine „Demonstration“ mutig.
Ich gehe weiter in die Fußgängerzone von Steele. Die Zeugen Jehovas sprechen mich an, …früher hat man mal ein Hündchen spazieren geführt. Heute ist es eben eine öffentliche Toilette. Ich ernte ordentlich Aufmerksamkeit. Das Kopfsteinpflaster tut das Übrige. Ich benutze mein Klo am Marktplatz. 3 Jugendliche Mädchen schmeißen sich weg vor lachen. Ein Paar mit Hund geht peinlich berührt weiter.
Ich schlendere weiter. Gegen 14 Uhr nehme ich die S- Bahn zurück zum Bahnhof. Dort genehmige ich mir ein paar Asia Nudeln und trinke dann noch einen Saft,
Diesmal benutze ich meine Toilette im Außenbereich des Bahnhofs und ernte Kopfschütteln.
Im Stadtgarten tanke ich noch etwas Sonne und gehe dann noch mal – zum Abschied –auf die Rüttenscheider Strasse. Ich genieße fast die Blicke die mir zugeworfen werden.
Um 15.19 bin ich wieder im Museum und beende meine Aktion.

24 Kommentare
1 Toilette // 31. August 2010 um 00:00
Hacking the City
Projekt Öffentliche Toilette
Ich werde vom 26- 31 August mit meiner eigenen Toilette im Stadtraum Essen unterwegs sein.
Jeden Tag zwischen 10 und 11 werde ich die Base Station im Museum Folkwang in Essen aufsuchen und von dort starten. Gegen 15 Uhr werde ich dorthin zurückkehren und die Erlebnisse dokumentieren.
Die 6 Tage möchte ich dafür nutzen andere in Gespräche über öffentliche Toiletten zu verwickeln. Vorhandene öffentliche Toiletten zu markieren und Reaktionen zu sammeln.
2 Toilette // 31. August 2010 um 00:00
Sehr geehrte Frau T.
es gibt keine gesetzliche Verpflichtung oder Vorgaben in der Öffentlichkeit Toiletten zur Verfügung zu stellen, so dass ich Ihnen in dieser Hinsicht nicht helfen kann.
Eine gaststättenrechtliche Bestimmung, wonach Gaststättenbetreiber Toiletten vorhalten müssen, gibt es auch nicht. Die frühere Gaststättenbauverordnung, in der die Anzahl der einzurichtenden Toiletten in Gaststättenbetrieben dezidiert geregelt war, ist seit Jahren aufgehoben. Eine neue Regelung gibt es nicht.
Eine Regelung könnte aus der Bauordnung NRW zu entnehmen sein. Darin ist baurechtlich geregelt, dass jede Nutzungseinheit über eine Toilette verfügen muss. Die Toilettenfrage muss seitens des Bauordnungsamtes, das auch für den Arbeitnehmerschutz zuständig ist, im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens geklärt werden. So wird, sofern Arbeitnehmer beschäftigt werden, seitens des Bauordnungsamtes regelmäßig eine Personaltoilette gefordert. Nähere Auskünfte hierzu könnte Ihnen das Bauordnungsamt geben.
Ich hoffe, Ihnen ein wenig geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrage
P.L.
_________________________
Stadt Essen
Ordnungsamt/Fachbereich 32
—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: T.A.
Gesendet: Montag, 26. Juli 2010 08:18
An: S.T.
Betreff: AW: Bestimmungen für öffentliche Toiletten
Sehr geehrte Frau T.
Ihre Anfrage habe ich zuständigkeitshalber an das Ordnungsamt weitergeleitet. Sie erhalten von dort Nachricht.
Mit freundlichen Grüßen
Amt für Ratsangelegenheiten und Repräsentation Rathaus Porscheplatz, Zi. 2.11
—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: S.T.
Gesendet: Donnerstag, 22. Juli 2010 15:04
An: T., A.
Betreff: Bestimmungen für öffentliche Toiletten
Sehr geehrte Frau T.
Ich stelle im Rahmen eines Projektes Nachforschungen über Bestimmungen zu öffentlichen Toiletten an. Könnten sie mir vielleicht weiterhelfen und mir sagen, wo ich solche Bestimmungen finde? Speziell würde mich interessieren, wie die Anzahl und Orte von öffentlichen Toiletten gereglt werden? Gibt es hierfür Richtlinien? Muss es öffentliche Toiletten geben? Welche Gaststätten müssen Toiletten führen? Müssen Gaststätten überhaupt Toiletten führen? Und wie ist dies auf dem Bahngelände – sprich Bahnhof- geregelt? Gibt es hierfür Sonderbedingungen?
Es wäre schön, wenn sie mir weiterhelfen würden.
Mit freundlichen Grüssen, S.T.
3 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
26.08.2010
Anreise. Viele neugierige Blicke. Ich stelle fest, dass mir die Leute seltener als sonst ihre Hilfe anbieten. Mein Campingklo schafft Barrieren.
11.00 Ankunft im Museum.
13.00 Ich starte mit der Toilette Richtung HBF und Innenstadt.
Nach einem Kaffee erste Benutzung auf dem Platz gegenüber des Bahnhofs. -Ungläubige Blicke.
Weiter Richtung Kopstadtplatz, danach zurück zum HBF. Auf dem Weg 2 Gespräche, jedoch keiner kann glauben, dass ich dieses Klo öffentlich benutze.
Ein Kellner. Er lacht. Sagt, er war gerade auf der Toilette. Es handelt sich um eine öffentliche Toilette- ein Klowagen am Hischlandplatz, eine mobile Einheit – immerhin eine Reaktion auf die Fressstände in der Fußgängerzone… Die erste öffentliche Toilette! Eine Wahrsagerin. Sie reagiert nicht auf das Angebot die Toilette zu benutzen. Sie macht mir das Gegenangebot – Handlesen. Du bist eine glückliche Frau…Ich lehne ab.
Kurze Pause am Schauspiel. Snack und Getränk. 3.Gespräch: Warum haben sie das dabei?
…zu wenig öffentliche Toiletten- kennen sie eine? …. Die Frau geht weiter….
HBF komische Blicke. Mein mobiles Klo versperrt einigen den Weg. Verärgerte Blicke. Nächste Benutzung Stadtgarten. Wegschauen. Ich stelle fest wie praktisch es ist, nicht nach einer öffentlichen Toilette suchen zu müssen, nicht hausieren gehen zu müssen und auch nicht extra einen Kaffee zu trinken um pinkeln zu gehen.
Rückweg zum Museum. Toilette um 17.40 in der Base Station.
Wärter sind sehr irritiert, dass die benutze Toilette dort bleibt bis ich sie morgen wieder abhole…
4 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
27.08.10
10.30 Uhr- Es regnet. Vermutlich werde ich mich deshalb heute vor allem im Hauptbahnhof aufhalten.
5 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
27.08.10
10.50 wir gehen zum HBF. B. R. (Freier Mitarbeiter des WDR) begleitet mich.
Ich kaufe mir einen Saft und tingel durch den Bahnhof. Die Leute hier sind heute entspannter als gestern.
Keinen scheint mein WC zu stören.
Ich benutze es. Auch hierauf scheint es keine Reaktion zu geben. Doch. 2 Frauen sind sehr betroffen.
Ich trinke einen Kaffee. Dann stelle ich mich vor das bezahl WC und biete meine öffentliche Toilette ebenfalls an. Die Leute halten es für einen Scherz.
12.20 ich verlasse den Platz und möchte die S-Bahn Richtung Essen West nehmen. Auf dem Gleis angekommen fällt mir ein dass ich noch kein Ticket habe. Um eines zu kaufen muss ich den Bahnhof noch mal komplett verlassen.Oder auf die andere Ebene des Bahnhofs, die jedoch nur über eine Rolltreppe zugänglich ist -also keine Option für mich und mein mobiles WC….
Ich lerne etwas über Barrierefreiheit….
Mit Ticket setzte ich 15 Minuten später meinen Weg nach Essen West fort.
Nach einem Gespräch mit B.R. schlendere ich durch die Strassen, gelange über die Frohnhauser Strasse zum Gervinusplatz. Über die Berliner – und Keplerstrasse zur Hobeisenstrasse und dort zur U Bahnhaltestelle Hobeisenbrücke. Einige Leute lächeln wenn sie mich sehen. Benutzung meiner Toilette an der U-Bahn. Hinschauen-Wegschauen-Schmunzeln-Wegschauen.
Ich fahre zum HBF. Eine Frau hilft mir beim austeigen. Stillpause auf dem Klo. Dabei stelle ich fest, dass es am Hinterausgang der Untergrundebene noch mal ein Bezahl WC gibt. Dieses kostet interessanter Weise nur 50 Cent. Das auf der „shopping Mall“ im Bahnhof 70 Cent. Warum?
Noch ein Tee und Pommes bei Mc Donalds. Ich frage nach, warum sie keine Toiletten haben? Der Dame tut es leid. Sie sagt sie gehören jetzt zum Bahnhof, da sei ein öffentliches WC
genug….
Ich gehe zum Folkwang Bus, fahre zurück zum Museum. Hoppla. Muss noch mal. Also gut dann eben vor dem Museum. Dafür hab ich sie ja- meine Toilette. Werde beobachtet, vom Museum mehr als von den Passanten. Ich bringe meine öffentliche Toilette zurück zur Base Station. Davor entleere ich sie noch, damit sich die Wärter nicht wieder beschweren… kurze Zeit später bekomme ich den Hinweis, dass das Gelände um das Museum Videoüberwacht wird. Öffentlich ist eben öffentlich.
6 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
Interessanter Artikel:
Öffentliche Toiletten: Ein teures Örtchen am Bahnhof – Essen – DerWesten 27.08.10 15:59
http://www.derwesten.de/staedte/essen/Ein-teures-Oertchen-am-Bahnhof-id3547835.html
Öffentliche Toiletten
Ein teures Örtchen am Bahnhof
Essen. Das Bahnhofsklo hat seinen Namen und seinen schlechten Ruf abgelegt, doch der
Wandel hat seinen Preis: Für die Benutzung des blitzsauberen WC-Centers muss man nun 70
Cent berappen.
Ganz besonders ärgert das die Kunden der Bahnhofs-Gastronomie, denn die Gaststätten kommen
neuerdings ohne eigene Toiletten aus – und verweisen auf das kostenpflichtige WC-Center. Nicht nur
im Bahnhof gibt es eine lautstarke Diskussion ums stille Örtchen, auch in der City vermissen viele
Essener kostenlose Toiletten.
„Wie? Sie haben keine? Bei so vielen Sitzplätzen muss ein Gastronomiebetrieb doch Toiletten
haben”, fragt der ungläubige Bahnreisende, den die halbstündige Verspätung seines Zuges zu einer
Caffè-latte-Pause in Essen gezwungen hat. Doch der Kunde irrt. Jene Gaststättenbauverordnung, die
noch dem kleinsten Imbiss ein Kunden-WC vorschrieb, sofern er Sitzplätze anbot, sei schon vor
Jahren der europäischen Harmonisierung zum Opfer gefallen, erklärt Guido Krekeler, der beim
Ordnungsamt für Gaststätten zuständig ist. Die strengen deutschen Richtlinien seien damals
gelockert worden. „Toilettenfragen werden seither im Rahmen der Baugenehmigung geklärt.“
Einen Anspruch auf kostenlose Klos gibt es nicht
Für die ist Krekelers Kollege Detlef Robrecht, Abteilungsleiter im Bauordnungsamt zuständig. „In der
Bauordnung heißt es lediglich, Toiletten sind in ausreichender Zahl vorzuhalten.“ Eine dehnbare
Definition. So könne bei Mini-Gaststätten ganz auf WCs verzichtet werden, sagt Robrecht. „Es sei
denn, sie schenken Alkohol aus, dann muss es Toiletten geben.“ Allerdings lasse sich aus dem
Baurecht in keinem Fall ein Anspruch auf einen kostenlosen Klogang bleiten. „Die Leute erwarten das
trotzdem“, weiß Robrecht. Er habe mal einen irritierten Bürger am Apparat gehabt, der von ihm
wissen wollte, wie er nur das großräumige McDonald’s im Bahnhof ohne WCs habe genehmigen
können. „Gar nicht“, sprach Robrecht. „Der Bahnhof ist allein Sache des Eisenbahnbundesamtes.“
Das bestätigt Bahn-Sprecher Udo Kampschulte, der die Entscheidung des Bundesamtes so
zusammenfasst: „Es sind öffentliche Toiletten in zumutbarer Nähe vorhanden.“ Seines Wissens
hätten daher sämtliche 15 gastronomische Betriebe im Hauptbahnhof Essen auf eigene sanitäre
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Öffentliche Toiletten: Ein teures Örtchen am Bahnhof – Essen – DerWesten 27.08.10 15:59
http://www.derwesten.de/staedte/essen/Ein-teures-Oertchen-am-Bahnhof-id3547835.html?service=print Seite 2 von 2
hätten daher sämtliche 15 gastronomische Betriebe im Hauptbahnhof Essen auf eigene sanitäre
Anlagen für Gäste verzichtet. Die meisten Reisenden seien froh, dass das von einem Pächter
betriebene WC- Center tiptop sei. „Dafür zahlen sie gern 70 Cent, Drogensüchtige und Kleinkriminelle
werden ferngehalten, und der Pächter deckt seine Kosten.“
Gutschein-System wie an Autobahn-Raststätten
Kampschulte räumt ein, dass es immer mal Beschwerden von Gaststättenbesuchern gebe, die
meinen, die Toilettennutzung müsse bei Bier oder Burger doch eingepreist sein. „An den Bahnhöfen
Hannover und München laufen daher Tests mit Wertbons wie es sie an den Autobahn-Raststätten
gibt.“ Sprich: Der Kunde erhält vom WC-Center einen Gutschein über die 50 bis 70 Cent Gebühr, den
er bei einem Lokal im Bahnhof als Zahlungsmittel nutzen kann. Auch für Essen sei ein solches Modell
denkbar, dazu müssten jedoch die betroffenen Gaststätten zustimmen. „Da könnte sich 2011 etwas
tun.“
Die Frau, die in Nordrhein-Westfalen die Öffentlichkeitsarbeit für McDonald’s macht, weiß davon
noch nichts. „Aber ich fasse das mal als Anregung auf“, sagt Dagmar Burger. McDonald’s betreibe
bereits vereinzelt Filialen mit Gutschein-System. Verpflichtet sei man im übrigen nicht, in Bahnhöfen
oder Shopping-Centern eigene Toiletten vorzuhalten.
Freiwilliger Obolus für die Toilettenfrau
Immerhin bieten große Einkaufszentren wie das am Limbecker Platz ihre Toiletten – anders als der
Bahnhof – kostenlos an. „Wer mag, kann den Mitarbeitern einen Obolus auf den Teller legen“, sagt
Center-Manager Ulrich Schmitz. Auf das Prinzip Freiwilligkeit setzt auch das alteingesessene Café
Overbeck an der Kettwiger Straße: Claudia Happke, die hier im Wechsel mit ihrer Mutter für
Sauberkeit sorgt, freut sich über ein Trinkgeld. Solche Regelungen hält auch die Kreisvorsitzende des
Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, Christiane Behnke, für sinnvoll; zumal an einer
belebten Einkaufsstraße mit viel „Laufkundschaft“. Grundsätzlich sei es „ungeschriebenes
Gastronomengesetz, dass man seinen Gästen kein Geld fürs Klo abnimmt“.
Das freilich macht sich auch mancher Passant zunutze, der nicht vorher im Café oder in der Kneipe
etwas konsumiert hat; denn öffentliche Toiletten sind gerade in der City Mangelware. Toiletten seien
im Unterhalt kostspielig, das könne sich die klamme Kommune nicht leisten, bedauert Stadtsprecher
Detlef Feige. „Die sind ein Anziehungspunkt für Vandalismus, da werden im Suff Toilettentöpfe
zertrümmert, wird an Waschbecken Wut abreagiert.“ Die 27 öffentlichen WC-Anlagen im Stadtgebiet
würden von Evag, EBE, und der Ströer Deutsche Städte Medien betrieben und seien in der Regel
kostenpflichtig. Gratis ist die Benutzung der Rathaus-Toiletten, doch auch hier habe man
Maßnahmen ergreifen müssen, „damit die nicht zum Druckraum werden“. Blaues Licht solle nicht für
eine spacige Atmosphäre sorgen, sondern verhindern, dass Fixer ihre Venen finden.
35 Kommentare
“Essen die Einkaufsstadt” aber kein Geld für
Toiletten. Das ist nur noch armselig !
#2 von vibosjunior , am 13.08.2010 um 07:36
Ich freue mich über jede Toilette, die sauber und gepflegt ist und von fast immer freundlichem Personal bedient und bewacht wird, da gebe ich gerne das Pipi-Geld von 70 ct oder einen Euro, weil das für mich eine Anerkennung der Dienstleistung ist, die ich bekomme.
Nörgelt doch nich alle so rum, euer Auto bekommt ja auch alle vier Wochen die Super-Luxus-Schaumwäsche für € 10 und mehr!
#3 von Erwin Lottermann , am 13.08.2010 um 07:54
Wer mag, kann den Mitarbeitern einen Obolus auf den Teller legen“, sagt Center-Manager Ulrich Schmitz.
sammelt das Center-Management zwischendurch immer noch das Trinkgeld der Toi-Frauen ein ? oder ist das nur noch ein Gerücht,
so wie angeblich im Centro auch alles nur Gerüchte waren.
http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/WC-Personal-im-Centro-muss-Trinkgeld-dem-Chef-geben-id366559.html
http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1998/erste6992.html
#4 von Peter1208 , am 13.08.2010 um 07:57
Besuchen sie den neuen Krupppark,aber Windeln nicht vergessen.
#5 von “”"”"”"”"”"”"”"”"Alfred Hollerbach , am 13.08.2010 um 08:10
Die Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit bei McDonalds heisst Dagmar BURGER?! *lol*
#6 von Markus , am 13.08.2010 um 08:28
@#3
In 4 Wochen gehe ich aber öfters als 15 mal Pipi machen. Da ist mein Auto also genügsamer
#7 von essenerkind , am 13.08.2010 um 08:31
Ich denke, Toiletten sollten ohne zu bezahlen zugänglich sein. Und 70 Cent, das sind rd. 1,30 DM. Da sollen die Verantwortlichen sich nicht wundern, wenn das Geschäft in Büschen oder an Wände erledigt wird.
#8 von Pepper , am 13.08.2010 um 08:52
Und dann regen wir uns über Wild-Pinkler auf.
#9 von Hubert.Kah , am 13.08.2010 um 10:33
Die Wildpinkler gibt es zu Hauf! Man brauch nur ans Ende der Bahnsteige zu gehen. Sehr beliebt ist Gleis 4/6 Westseite und Gleis 11/12 hinter der Absperrung.
Und soo sauber sind die Bahnhofstoiletten auch nicht immer.
Und das mit dem Obulus in den Centern oder auch bei einzelnen Kaufhäusern und auch McDonalds ist einfach eine Frechheit. Vor allem die dort meist sitzenden Schwarzafrikaner kann man einmal in der Woche an der Bundesbank beobachten wie sie in Trollies etliche Zentner an Kleingeld in Papiergeld umtauschen gehen.
Das scheint sich zu lohnen!?
Ein Tipp für Fahrgäste ist Gleis 21/22, die RB42 steht da meist länger rum und hat Toiletten an Bord die nix kosten :)
#10 von sandvik , am 13.08.2010 um 12:32
Das Konzept ist klar: ALLE wollen an des Reisenden Geld. Wir sollen am besten in allen Läden gleichzeitig Getränke kaufen, dürfen dann aber auch die Beseitigung der Reste bezahlen..
Leute kauft nichts mehr im Bahnhof!
#12 von renitent , am 13.08.2010 um 13:18
#8
Wer sich einen Kaffee leisten kann, der kann auch 70ct für eine saubere Toilette zahlen.
Die Idee mit den Gutscheinen ist auch gut.
Ansonsten kommt wieder einmal ein ganz schlaucher und reduziert den Service und man hat versifft Klos.
#13 von amo , am 13.08.2010 um 13:20
#13 amo
Blödsinn, jemand, der sein Geld mit Getränken verdient, hat die verdammte (moralische) Pflicht, eine kostenlose Toilette vorzuhalten. Ich jedenfalls werde andernfalls solche Etablissements meiden.
#14 von Otto99 , am 13.08.2010 um 13:39
Was ist denn mit den ganzen Leuten mit schwacher Blase? Sollen die jetzt gar nicht mehr ausgehen dürfen?
#15 von Otto99 , am 13.08.2010 um 13:40
Als es in Dortmund noch den “City Treff” im HBF gab, hatten die einen Schlüssel an der Theke, der jedem den kostenlosen Zugang zu den WC-Anlagen ermöglichte, der dort was getrunken hat. Wäre vielleicht ja eine Idee für Essen…
Gruß an Iris
#16 von bata1 , am 13.08.2010 um 13:59
ich kaufe mir im nahegelegenen Supermarkt immer die billigste 1l bzw 1,5l Flasche, schütte das Getränk aus und mache dann in die Flasche. Ds kommt billiger. Den Inhalt kann man im nächsten Gulli entleeren.
#17 von che2010 , am 13.08.2010 um 14:03
Endlich saubere Toiletten und das hoffentlich kostendeckend! Am besten noch einen Sicherheitsdienst einsetzen ,um den Bahnhofsbereich davor zu bewahren,daß es im “Eingangsbereich” der Stadt bald wieder so aussieht wie vorher oder im restlichen Essen!!!
#18 von Ostalgiker , am 13.08.2010 um 14:12
WENN WIR MAL DIE PARAGRAFEN AUSSER ACHT LASSEN, SOLLTE DOCH JEDEM KLAR SEIN … WENN ICH ETWAS ZU ESSEN ODER ZU TRINKEN ANBIETE, MUSS ICH AUCH DAFÜR SORGEN, DASS MEINEN GÄSTEN GENÜGEND TOILETTEN ZUR VERFÜGUNG STEHEN. DER ANSTAND VERBIETET ES, DAFÜR AUCH NOCH ZUSÄTZLICH GELD ZU VERLANGEN. EINE MÖGLICHE LÖSUNG WÄRE ES, IN DEN JEWEILIGEN RESTAURANTS AUF VERLANGEN WERTCOUPONS AUSZUSTELLEN. DIE KOSTEN DAFÜR SOLLTE DER GASTSTÄTTENBETREIBER AUFBRINGEN.
ES SEI DENN, DIESER HAT BEREITS MIT DER PACHT DIE NUTZUNG DER TOILETTEN MITFINANZIERT. IN DIESEM FALL IST ES SITTENWIDRIG EINE ERNEUTE ZAHLUNG ZU VERLANGEN, DA DIE NUTZUNG DER TOILETTEN BEREITS BEZAHLT WURDE.
#19 von EIN GENERVTER ESSENER , am 13.08.2010 um 14:15
Wie neuerdings hat die Gastronomie keine Toiletten? Jahre vor dem Bahnhofsumbau gab es schon keine eigenen Toiletten am Bahnhof.
Als das große M noch auf der anderen Seite vom Bahnhof war, hatten die bereits keine Toiletten. Ebenfalls die Konkurrenz hatte keine.
Das es keine kostenlosen Toilette am Bahnhof auffällt fällt Jahre später erst auf? Liegt das am Sommerloch, ja oder?
#20 von larix , am 13.08.2010 um 17:05
aber für die 70 cent am hbf gibt es kein warmes wasser.
und so einladent sind die auch net.
#21 von sgt.donny , am 13.08.2010 um 17:05
#14
Und was hab ich geschrieben.
Die Gutscheinlösung ist gut.
Nur weil einer Getränke im Bahnhof verkauft, muss dass die Toilette für alle kostenlos sein.
Was machen die Leute mit einer Blasenschwäche?
NA die gehen wohl aufs Klo und freuen sich, dass es kein versifftes Bahnhofsklo ist und man für schlappe 70ct das Leiden im Griff hat.
Die Frage ist doch ganz einfach.
70ct oder versifft.
Jedes Lokal, an dem viele Menschen vorbeikommen, aber nichts konsumieren, nimmt 50ct. Was ist daran schlimm.
#22 von amo , am 13.08.2010 um 17:46
#19
Such doch mal die Shift-Taste.
Grüße vom genervten Leser.
#23 von amo , am 13.08.2010 um 17:54
Ich halte es für eine absolute Unverschämtheit, dass ich in einer Gaststätte auch noch für das WC zahlen soll. Die Gaststätte hätte mich mit Sicherheit zum letzen Mal gesehen. Und der zweite Efekt dürfte sein, dass jetzt wieder vermehrt ihr Bedürfniss im Freien befriedigen.
#24 von Braga , am 13.08.2010 um 18:11
Einfach alles verdrecken lassen und einmal am Tag mit dem Hochdruckreiniger durchblasen , dann hat sich das Problem selbst gelöst, natürlich nur für die kostenlosen Örtchen.
Wer es sauber haben will, soll dann bezahlen.
#25 von Nothdurft , am 13.08.2010 um 18:46
Kann mir jemand mal erklären, warum darf ein Hund an jeder Hauswand sein kleines Geschäft erledigen ohne einer Ordnungswidrigkeit belangt zu werden ? Ich aber wenn ich ein dringendes Bedürfnis habe mich in die Büsche schlage darauf achte keinen mein Geschlecht zu zeigen Anschließend eine Anzeige erhalte. Wegen Verunreinigung!
#26 von organspende , am 13.08.2010 um 19:07
Ich sag mal so die WC im HBF sind schon sauber aber 70 cent ist etwas übertrieben sorry ist aber so. Wenn ich mir überlege du bist unterwegs mit deiner Familie und jeder muss aufs klo ja klasse da kannste fr das Geld auch schon ein Abend Essen machen. Viele Männer denken sich dann auch weiter hin 70 cent zahl ich nicht ich gehe lieber in die nächste ecke und Pinkel dort hin. Dann stinkt noch mehr die Stadt als jetzt schon.
Ich möchte euch liebe Männer nicht schlecht machen aber es ist halt so sry.
#27 von “Cindy , am 13.08.2010 um 21:29
70 Cent ?? Sorry, aber da kacke und pisse ich in den Busch, hehehe.
#28 von Hartzi123 , am 13.08.2010 um 22:33
Männer haben es da wirklich besser, die können sich mal eben in eine Ecke stellen, oder an einen Baum. Aber als Frau gerät man ganz schön in Not, wenn keine Toilette in der Nähe ist. Müssen wir demnächst , wenn wir in die Stadt gehen, Pampers anziehen? Und wie ich an anderer Stelle lesen konnte, setzt die Bahn am Niederrhein Züge ohne Toilette ein. Sehr kundenunfreundlich! Und wenn ich in einem Lokal etwas trinke, möchte ich auch eine kostenlose Toilette benutzen dürfen. Sonst lasse ich das Trinkgeld weg!
#29 von computerprinzessin , am 13.08.2010 um 23:33
OB Paß, versagen sie schon wieder? Oder was ist in Essen los?
#30 von sich-Fragender , am 14.08.2010 um 00:52
Wer vor dem Umbau auf diesem besagten Klo war, weiß das 70 Cent nicht zu viel sind. Dafür ist es sauber, hell und riecht angenehm, außerdem wird man nicht von irgendwelchen Strichern angemacht. Man kann für 50 Cent aber auch runter zu den Evag Toiletten gehen. Oder aber man hält es ein und geht zu Hause.
#31 von “”"”"”"”"”"”"”"”TS TS TS , am 14.08.2010 um 05:17
Wie wäre es mit einer Internetaktion: Auf die Bahn s******n und wild pinkeln!
#32 von Pisser , am 14.08.2010 um 05:55
Ich finde es absolut unverschämt, dass man an jeder kleinen Toilette für eine unfreiwillige NOTdurft bezahlen soll! Das sollte ganz einfach gesetzlich verboten werden. Es handelt sich schließlich nicht um eine freiwillige Handlung die man zum Spaß verrichtet.
Und was wenn man garkein Geld dabei hat?? Dann muss man ins Gebüsch und da soll man dann 50 Euro Strafe zahlen… Ich habe also nur die legale Möglichkeit in die Hose zu machen. Aber dann gibts wohl noch ne Strafe wegen Geruchsbelästigung…
#33 von Wildpinkler123 , am 14.08.2010 um 14:25
man kann doch ganz einfach nach Zügen gucken, die einige Minuten am Bahnsteig stehen bleiben und dann einfach rein gehen. Man muss nur vor der Abfahrt wieder draußen sein.
Am Bahnhof in Mailand kostete vor einigen Jahren WC-Besuch auch 70 ct, dafür gab es dort bei McDonalds WCs und der günstigste Burger kostete gerade mal 50ct. Statt nur aufs WC zu gehen, hatte man für weniger Geld noch was zu essen dazu.
#34 von erwin , am 14.08.2010 um 14:52
money makes the world goes round!
#35 von maxim , am 15.08.2010 um 03:23
he, Wildpinkler, wann treffen wir uns zur pinkelaktion?
#36 von pisser , am 15.08.2010 um 12:10
7 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
28.08.10
11.00
Ich mache mich auf den Weg zur Rüttenscheider Strasse.
Gegen 13 Uhr möchte ich am Kopstadtplatz sein.
8 Fu // 31. August 2010 um 00:00
Trinkgeld der Toilettenfrauen werden einbehalten? Das ist der Gipfel…. wahnsinn. Das hätte ich nie für möglich gehalten.
9 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
28.08.10
11.00
Wie gesagt: Ich mache mich auf den Weg zur Rüttenscheider Strasse.
Ich gehe sie hinauf bis zur Haltestelle Florastrasse. Die Leute müssen mir aus dem Weg gehen. Ich brauche ganz schön viel Platz mit meinem mobilen Klo. Andere führen einen Hund spazieren, ich ein Klo. Die Leute lachen. Ein Herr fragt mich, was das sei. Ich antworte, ein öffentliches WC. Er möchte wissen, was es koste. Ich erwidere, die Benutzung sei umsonst. Da lacht er und meint, dann weiß ich ja jetzt Bescheid…
Ich trinke einen Kaffee und gehe dann die Rüttenscheider Strasse wieder zurück.
Auf Höhe Emmastrasse benutze ich mein WC. Wie bisher sind die Reaktionen eher verhalten. Schauen-Wegschauen-Kopfschütteln oder Schmunzeln – Wegschauen.
Ich gehe zur U-Bahn Martinstrasse und fahre zum Hirschlandplatz.
Ich bewege mich in Richtung Kopstadtplatz. Die Stadt ist voll und einige fallen beinahe über meine Toilette. Einer meint – sind sie verrückt!
Am Kopsatdtplatz halte ich mich bis 14.30 auf und verfolge die Aktion von Georg Winter. Ich werde einige Male auf mein WC angesprochen und gefragt ob es schon jemand benutzt hat. Nein- außer mir leider keiner, sage ich. Das ist aber sehr öffentlich, ist dann die Antwort.
Danach gehe ich über die Weber Staße zum Rheinischen Platz. Über die Strasse zur Altenessener Straße. Dort benutze ich wieder meine Toilette. Ein Streifenwagen steht auf der anderen Straßenseite.
Ich setzte meinen Weg fort und mache an einem Spielplatz eine kurze Pause. Dann überrascht mich ein heftiger Regenschauer und ich setzte mich in einen Hauseingang. Stillen. Wickeln.
Der Regen ärgert mich und laufe durch die Stadt zurück zum Museum. Nass komme ich dort um 16.20 an. Keine weiteren Vorkommnisse.
10 Nitram P. Pager // 31. August 2010 um 00:00
SOUS-WC und STR Space of Total Retreat / Raum des gänzlichen Rückzugs:
Essener Kopstadtplatz.
Dahinter steht das Projekt Hacking in the City, das dem urbanen Raum Rückzugsräume “ohne Konsum-, Bespaßungs- oder Ordnungszwänge” öffnen und mit “kulturellem Hacken” agieren will. STR eröffnet ein Hacken im Rückzugsraum.
Die selbstrückbauende STR-Skulptur in Essen setzt eine geile Tradition auf diesem urbanen Platz fort und reflektiert das Perpetuum des notwendigen Rückzugs. Bedauerlicherweise hat sich die Sulptur noch vor deren Eröffnung rückgebaut. “Passanten wurden Gegenstand eines Trainings retrograder (rückbildender) Maßnahmen zur Wirklichkeitskonstruktion im städtischen Raum.” (Des hon. Martin Stoll, Architekt BDA) Als als im 1:100 Modell hatte die Un-Perfekte Konstruktion des Architekten als “1:1 Modell” keinen Bezug zur statischen Wirklichkeit
Hingegen tief im Erdreich unter der vergangenen Skulptur verborgen, lässt die heutige streng formale Architektur die Überreste einer weitaus älteren Skulptur transzendieren.
Der historische Raum des nonverbalen Dialogs war über zwei „Stiegen zur Unterwelt“ für 2×3 Personen begehbar und ebenfalls als streng formales Architekturelement in Backstein und Betontechnik realisiert. Dem Zeitgeist der 1930er Jahre entsprechend, mussten die Benutzer entweder die rechte oder linke Treppe, streng nach den jeweiligen Gender Identitäten diskrimiert, wählen. Dieser Rückzugsraum mitten im Alltagstrubel urbaner Dynamik bot bis in die 1980er Jahre durch Massiv-Bauweise mit entsprechend armierten bzw. reflektierenden Materialien wie Sand, Beton und Stahlgitter Schutz vor jedweden Außeneinflüssen.
Diese frühe Utopie eines urbanen Recreation-Ortes, der stets nonkonformistisch gegenüber sozialen Konventionen stand, wurde in den 1980 Jahren ein Konfliktpunkt ökonomischer und sozialer Realität: Die Skulptur wurde real eingeebnet und erhielt so ihr sub-terranes Grab, welches wiederum Ewigkeit verspricht und heute Dialoge mit Zeiten und Räumen ermöglicht.
Das historische Vorbild idealisierte Räume der Gelassenheit und hielt unbelegte Kabinen ohne Konsum-, Bespaßungs- oder Ordnungszwänge vor. Die meisten Nutzer ließen im Ort der Stille und der inneren Einkehr autonome Reaktionen des eigenen Soma ins mentale Bewusstsein dringen.
Die skulpturelle Anlage war somit bewusst als Anstalt der Öffentlichkeit konzipiert. Ein Rückzug ins Freie meinte schon damals nicht den Rückzug aus der Stadt aufs Land oder in die Landschaft, sondern erforderte das Freigeben von Spielräumen inmitten der Stadt. Viele der früheren User sehnten sich nach einer Gesellschaft des „ethnical and cultural turns“ Frei jeder gesellschaftlichen Zwänge wurde bisweilen die Utopie der Kohabitation zur Realität, letztendlich eines sozialen Miteinanders ohne Diskrepanzen hinsichtlich normativer Außeneinflüsse.
SOUS-Terrain war eine begehbare Skulptur für den urbanen Raum. Sie barg im Inneren getrennte Rückzugsräume für ca. 6 Personen. Anders als heute waren bestimmte visuelle, akustische und olfaktorische Reizungen damals gewollt als Kontrast zu zeitlosen urbanen Sensationen. In der strengen Form einer öffentlichen Anstalt deckte sie die Bedarfe. Außen waren für FRAUEN und MÄNNER beleuchtete „Signs“ als wahrnehmbare künstlerische Form installiert. Der „Spaß of Total Retreat“ ergibt sich also aus den Kriterien, den Maß-Nahmen und dem Muss-Faktor zur Verhinderung dominierender Retetionsmuster und ermöglicht das temporäre Bedürfnis innerhalb urbaner Dynamik. Es war ein 1:1 Modell retrograder Strategien für den Rückbau bestehender Stadtstrukturen unter Berücksichtigung des gesellschaftlichen Wandels…
11 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
29.08.10
10 Uhr
Es regnet. Richtiges Mistwetter heute.
10.56 Uhr
Ich gehe los. Erst einmal wieder zum Bahnhof. Wenn es nicht aufklart werde ich heute vor allem mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein….
12 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
29.08.10
Am Bahnhof kaufe ich mir einen Kaffee und stelle mich an meinen Lieblingsplatz. Vor das Bezahl WC. Auf dem Weg dorthin komme ich an 2 Bahnpolizisten vorbei. Sie schauen skeptisch. Ein Hund hat Angst vor meiner Toilette. Der Besitzerin biete ich sie daraufhin gleich an. Sie schaut mich entsetzt an. –so öffentlich- nein Danke!
Dann benutze ich sie halt selbst. Reaktionen: Kopfschütteln-Wegschauen.
Ich bleibe noch eine Weile stehen, dann gehe ich zur Rolltreppe, (musste gestern schon einmal Rolltreppe fahren und habe festgestellt, dass es doch geht) und fahre auf die andere Ebene, dann wieder runter, und verlasse den Bahnhof in Richtung U-Bahnhof. Dort nehme ich die Tram 107 zur Zeche Zollverein.
An der Zeche erregt meine mobile Toilette viel Aufsehen. Zugegebenermaßen – sie macht dort auf dem Ziegelpflaster auch einen Höllen Lärm…
Nachdem es wieder anfängt zu regnen steige ich noch mal in die 107 und fahre zum Gelsenkirchner Bahnhof. Beim 20 Minütigen Warten auf die Tram zurück nutze ich die trockene Haltestelle und benutze mein Klo auf Gleis 2. Drei vorbeigehende Jungs kommentieren mich mit „ey krass “
Am … steige ich aus und laufe die Rüttenscheider Strasse zurück Richtung Museum. Am Rüttenscheider Stern mache ich noch mal eine Pinkelpause und schaffe es dann gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten heftigen Regen ins Museum.
Dort stille ich und gebe wohl mit meiner Toilette ein lustiges Bild ab, zumindest wenn ich das aus den Blicken der vorbeigehenden Besucher schließen kann.
Gegen 15.10 verlasse ich das Museum wieder. Die Toilette nehme ich mit, da morgen das Museum geschlossen hat.
13 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
Nachtrag:
Auf dem Weg von Gelsenkirchen zurück, habe ich meinen ersten Wildpinkler gesehen. Leider aus der Tram heraus, sonst hätte ich ihm gerne meine öffentliche Toilette angeboten.
14 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
http://www.bildarchiv-hamburg.de/sammel/ansicht/index990990948.htm
15 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
Die Diskussion zum Thema kommt etwas zu kurz. Auf meinen Blog reagiert niemand.
Auf der Strasse werde ich nicht oft angesprochen.
Ich würde zu gern in die Leute hineinschauen, wenn sie mir begegnen. Würde zu gerne mich ihren Fragen aussetzen, wenn sie mich pinkeln sehen.
Oder überschätze ich unsere Gesellschaft. Und es gibt keine Fragen?
Darf ich ihnen eine öffentliche Toilette anbieten?
16 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
30.08.10
10.30 Uhr
Heute kein Regen. Ich werde mich vormittags nochmal in die Innenstadt begeben und von dort weiter planen.
17 L. H. // 31. August 2010 um 00:00
30. 08. 2010
Sehr geehrte Frau H.,
meine Fragen bzgl. Ihren Toilettenanlagen an Bahnhöfen wären folgende:
1. Ist der Preis für einen Toilettengang an allen Hering-Bau-Anlagen gleich, d.h. unabhängig vom Standort
oder
2. ist dieser von Gewerbesteuern, Miete etc. abhängig und unterscheidet sich daher, je nach Bahnhof
3. was kostet ein Toilettengang in Düsseldorf? Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, kostet es am HBF Essen, 0,70 €.
4. Soweit ich weiß bauen Sie auch Toilettenanlagen, die im öffentlichen Stadtraum stehen. WIe setzt sich für diese der Preis zusammen und was beträgt dieser?
Vielen herzlichen Dank
L.H.
Sehr geehrte Frau H.,
wir bedanken uns für Ihr Interesse an unseren WC Anlagen.
Die Preise der einzelnen Objekte sind von vielen Faktoren abhängig, so dass man dies nicht mit wenigen Sätzen erklären kann.
Außerdem hätten wir gerne gewusst für wen diese Informationen wichtig sind, oder für welche Organisation.
Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir über unsere Kalkulationen keine Informationen herausgeben, um Mißbrauch vorzubeugen.
Sie können sicher sein, dass unsere Kalkulationen immer abhängig sind von den äußeren Gegebenheiten und den damit verbundenen Voraussetzungen.
Weiterhin kalkulieren wir unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zu Ihrer Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
18 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
30.08.10
11.00 Uhr
Auf dem Weg trinke ich noch einen Kaffee am HBF, stehe wieder vor dem Bezahl WC,
biete wieder meine öffentliche Toilette an. Heute der Bahnhofsmission. Die halten es allerdings für einen Scherz und suchen die versteckte Kamera.
Eine andere Frau geht auf mein Angebot nicht ein, nicht einmal mit einer Antwort.
Die Bahnpolizei die gerade noch hier gestanden hatte ist weitergegangen… Es kommt mir fast vor, als ob sie die Flucht ergreifen wenn ich komme.
Weiter Richtung Innenstadt ernte ich einige Blicke. Einer sagt: nettes Hündchen….
Die Leute schauen mir nach. Von hinten spüre ich die Blicke, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Ungefähr auf Höhe der Kirche benutze ich meine Toilette. Zwei Jugendliche brechen in schallendes Gelächter aus und packen es nicht. Zwei ältere Damen schütteln mit dem Kopf.
Eigentlich wäre das ein wirklich guter Ort für eine feste öffentliche Toilette. Schade dass es hier keine gibt. Natürlich werde ich nicht angesprochen. Warum auch. Schließlich verstoße ich ja auch nicht gegen ein Gesetz.
Ich gehe weiter zum Limbecker Platz. Manchmal würde ich mir gern selbst folgen um die Reaktionen besser zu sehen.
Am Berliner Platz nehme ich die U-Bahn nach Altenessen Mitte.
Dort steige ich in den Aufzug. Der wird definitiv als öffentliche Toilette benutzt.
Ich schlendere Richtung Altessener Strasse. Hier sind weniger Leute unterwegs, aber die Blicke sind nicht weniger fragend. Die Situation ist fast noch bizzarer. Ich gehe noch ein weinig durch die Gegend und fahre dann zur Margaretenhöhe. Es regnet. Die Haltestelle nutze ich wieder als Unterstand und setzte mich gleich noch mal aufs Klo. Zeugen werden diesmal nur die Autofahrer, die vorbei fahren.
In der Siedlung befinde ich mich in bester Gesellschaft. Mir begegnen einige Leute mit Hund an der Leine und auf den Strassen stehen einige Wohnwagen. In meinem Kopf ein schönes Bild. Ich begegne einer Touristengruppe und werde fotografiert.
Auf halber Höhe steige ich wieder in die U-Bahn und fahre zurück zum HBF.
Dort mache ich eine Kaffeepause, Stillpause bevor ich meinen Rückweg zum Museum/Hotel antrete. Im Stadtpark muss ich noch mal aufs Klo. Es scheint mir als sehe ich einige entsetzte Blicke. Ein Bocciaspieler fragt als ich vorbei gehe, fahrbares Klo? Nein. Öffentliche Toilette. Er meint, da fehle aber die Schamwand. Ich entgegne, dafür koste es nichts. Da meint er, naja man könne nicht alles haben und lacht. Es ist 16.45 Uhr.
19 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
31.08.10
11.19 Uhr
Das Wetter ist gut. Ich gehe zum HBF. Und fahre von dort nach Essen Steele.
20 Laura Hindelang // 31. August 2010 um 00:00
hinschauen, wegschauen. Darf ich das, soll ich das, trau ich mich das überhaupt? Sie macht das, ich mach das eigentlich auch, täglich … aber doch nicht hier!
Mitten vor der Galeria Kaufhof !
Aber, um ehrlich zu sein, wenn ich das so sehe, ich müsste eigentlich auch mal aufs Klo.
Warum verkaufte mir MacDonalds gerade eine Coke 0,5 l, wenn sie mir danach nicht einmal mehr eine Toilette anbieten können? Dabei ist der Sommer in Deutschland schon soweit vorbei, dass auch das Hinaus-Schwitzen als natürliche Lösung meines Problems wegfällt.
Bliebe noch das „WC-Center“ im Bahnhof, das für 0,70 € blitzsaubere Toiletten verspricht.
Mmh … und wenn ich doch bei ihr ginge? Gerade biegt die junge Frau mit der mobilen Toilette um die Ecke, dort sind auch nicht mehr so viele Passanten. Ach, fragen kostet ja noch nichts!
21 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
….ja gerne! darf ich ihnen eine öffentliche Toilette anbieten? kostet auch nix!
22 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
31.08.10
11.19
Am HBF trinke ich noch einen Kaffee. Dann möchte ich nach Essen Steele fahren. Habe mal wieder das Ticket vergessen und muss noch mal raus aus dem Bahnhof um eines zu kaufen. Wirklich ärgerlich, dass es weder im Shop Bereich noch auf den Gleisen einen Fahrkartenautomat gibt. Eine Frau hilft mir beim einsteigen. Ein Junge nicht älter als 9 beim aussteigen. Neugierig erkundigt er sich nach meinem Baby. Ich bin überrascht wie aufmerksam dieser kleine Junge ist.
Auf dem Weg zum Kaiser-Wilhelm-Platz passiert endlich was ich mir seit Tagen wünsche.
Ein Mann spricht mich an mit den Worten: „Ich habe sie schon neulich am Bahnhof gesehen. Jetzt muss ich sie doch mal fragen was das ist?“ Ich sage, dass ist eine öffentliche Toilette. Wir unterhalten uns ca. 30 Minuten. Er pflichtet mir bei, hält die Situation der öffentlichen Toiletten für ein Desaster, ärgert sich über die öffentlich Toilette am Kaiser-Wilhelm-Platz die 50cent koste aber trotzdem in schlechtem Zustand ist. Als ich mir diese Toilette später anschauen will, stelle ich fest, dass sie nicht mehr in Betrieb ist.
Der Mann freut sich, meint er habe sich gleich gedacht, dass ich mit meinem Baby nicht einfach so mit einer Toilette unterwegs sei. Er findet meine „Demonstration“ mutig.
Ich gehe weiter in die Fußgängerzone von Steele. Die Zeugen Jehovas sprechen mich an, …früher hat man mal ein Hündchen spazieren geführt. Heute ist es eben eine öffentliche Toilette. Ich ernte ordentlich Aufmerksamkeit. Das Kopfsteinpflaster tut das Übrige. Ich benutze mein Klo am Marktplatz. 3 Jugendliche Mädchen schmeißen sich weg vor lachen. Ein Paar mit Hund geht peinlich berührt weiter.
Ich schlendere weiter. Gegen 14 Uhr nehme ich die S- Bahn zurück zum Bahnhof. Dort genehmige ich mir ein paar Asia Nudeln und trinke dann noch einen Saft,
Diesmal benutze ich meine Toilette im Außenbereich des Bahnhofs und ernte Kopfschütteln.
Im Stadtgarten tanke ich noch etwas Sonne und gehe dann noch mal – zum Abschied –auf die Rüttenscheider Strasse. Ich genieße fast die Blicke die mir zugeworfen werden.
Um 15.19 bin ich wieder im Museum und beende meine Aktion.
23 Stefanie Trojan // 31. August 2010 um 00:00
Es bleibt der Eindruck, dass auf die Toilette gehen tatsächlich ein absolutes Tabu Thema ist. Dieses Thema will nicht von der Öffentlichkeit diskutiert werden. Die Leute haben sich damit abgefunden, dass die öffentliche Toilette verschwindet, verschwunden ist.
Sie wollen es aber auch nicht bemängeln. Wer gibt schon gerne zu, dass er oder sie eine „Jungfernblase“ hat….
Ich fand es wunderbar endlich zu können wann ich will. Und es war zuerst schon merkwürdig das öffentlich zu tun. Einfach ungewohnt. normalerweise schirmt man sich ab. Auf die Toilette gehen ist oft negativ besetzt, Warum eigentlich? Es sollte das Gegenteil sein. Letztlich ist jede Form der Verstopfung Krankhaft. Und nur das Loslassen, das Rauslassen heilsam. Aber letztlich habe ich ja nichts Verbotenes getan. Wegen was hätte man mich angreifen wollen. Ich habe nicht die Umwelt beschmutzt und im Prinzip mich auch nur wenige Sekunden entblößt. Das reicht nicht mal für eine Erregung eines öffentlichen Ärgernisses. Für mich war es nicht schlimm. Mit oder ohne Augenkontakt ist entscheidend für das eigene Gefühl der Privatheit.
Allerdings war es schon etwas beschwerlich mit einem mobilen Klo unterwegs zu sein.
Eigentlich komisch, dass nicht mehr darüber gestolpert sind…Auch hätte ich mir trotz allem gern öfter die Frage gewünscht – warum machen sie das?
Ich bin während dieser Tage nur auf 4 öffentliche Toiletten gestoßen. 2 im Bahnhof- zum bezahlen. Eine in der Einkaufsstrasse in Essen Steele – auch zu bezahlen, aber außer Betrieb. 1 temporäre Öffentliche Toilette in der Innenstadt.
Eine dürftige Bilanz- wie ich finde.
24 alexander // 31. August 2010 um 00:00
Hi Steffi!
Klasse Aktion!
Auch ich finde oeffentliche, kostenlose, “angstfreie” Toiletten sehr wichtig!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie total versaut sind und sie scheinenen auch als “Treffpunkt” zu dienen.
In Berlin kosten oeffentliche Toiletten etwas und selbst in einem Restaurant wollen sie Geld fuer die Toilettenbenutzung!
Danke fuer diese Aktion!
Alexander
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